Hilfe zur Selbsthilfe: kleiner und bold hat jungundjetzt ein Jahr lang pro bono beraten

erstellt am 17. November 2014

Die Berliner Organisation jungundjetzt e.V. hat Mitte 2013 den Wettbewerb »Brandstifter« der Agentur kleiner und bold gewonnen. Die Markenexperten haben nun ein Jahr Beratungsleitung gespendet. Das Ergebnis sind professionalisierte interne Prozesse, ein geschärftes Profil, ein neues Corporate Design und ein optimiertes Beraterbackend.

jungundjetzt bietet seit über zehn Jahren kostenlose und anonyme Online-Beratung auf der Plattform jugendnotmail.de an. Kinder und Jugendliche in Not bekommen hier schnelle Hilfe und fachkundigen Rat von diplomierten Fachkräften zu Themen wie Depression, Selbstverletzung, familiäre Probleme, Gewalt, Mobbing oder Missbrauch. Rund 50 Psychologen und Sozialpädagogen erarbeiten ehrenamtlich individuelle Lösungen mit den Ratsuchenden. Heranwachsende werden hier in ihrer jeweiligen Lebenssituation gestärkt und an kompetente Beratungsstellen weitervermittelt. Monatlich gehen bis zu 1.500 Notrufe über die Plattform www.jugendnotmail.de ein und der Bedarf steigt. Ziel des Vereins ist es daher, neue Mitglieder und Spender zu gewinnen.

»kleiner und bold hat bei uns zunächst interne Prozesse angestoßen und Organisationsentwicklung betrieben«, sagt Claudine Krause, Gründerin und Vorstandsvorsitzende von jungundjetzt. »Durch die hochprofessionelle und enge Beratung haben wir wichtige Impulse und Ideen erhalten, die uns unserem Ziel deutlich näher bringen«, ergänzt Krause. Mit Hilfe der Agentur wurde zuerst das Beratungsgeschäft des Vereins klar definiert, damit sich das Engagement der Berater nicht zur langfristigen therapeutischen Arbeit entwickelt, sondern tatsächlich immer der kurzfristigen Notfallhilfe dient. Interne Schulungen wurden etabliert, um Veränderung im Tagesgeschäft abzufragen, zu integrieren und damit die Qualität der raschen Notfallhilfe nachhaltig zu gewährleisten. Um sich klar gegenüber dem Wettbewerb durchzusetzen und neue Vereinsmitglieder zu akquirieren, formulierte kleiner und bold nach Interviews mit den Psychologen und Sozialpädagogen von jungundjetzt den wichtigen Mehrwert des Vereins, der neben dem sozialen Engagement die beruflichen Aspekte aufzeigt, die ein Engagement lohnenswert machen: Das Sammeln von Berufserfahrung unter fachlicher Supervision und der stark interdisziplinäre Austausch. Dieser Mehrwert wurde zur Grundlage einer neuen Akquisitionsstrategie. »kleiner und bold hat uns an vielen Stellen die Augen geöffnet und unsere Arbeit dem Zeitgeist angepasst. Dafür sind wir sehr dankbar«, so Krause.

Erst nach diesen internen Prozessen wurde mit dem klassischen Markenaufbau begonnen, um die Kommunikation nach außen zu professionalisieren. Die neue Marke fokussiert dabei auf das Angebot »Jugendnotmail« – jenseits des eingetragenen Vereinsnamens. In Zukunft wird mit einer Wortbildmarke gearbeitet, die ein vereinfachtes Anführungszeichen plus Briefumschlag darstellt. Die Farbe Rot signalisiert den Alarmzustand, ist aber in ein warmes Farbumfeld gebettet. Die jeweilige Lebenssituation des Ratsuchenden in der neuen Bildsprache wird also nicht aggressiv oder vorführend aufgenommen, sondern wirkt real, alltäglich und zeigt eine Aussicht auf Besserung.

»Einmal mehr haben wir gemerkt, dass vor jedem Markenaufbau und jedem neuen Design die internen Prozesse einer Organisation beleuchtet werden müssen«, erläutert Tammo F. Bruns, geschäftsführender Gesellschafter von kleiner und bold. Um die Kommunikation nach innen und außen sinnvoll zu verbinden, mussten hier die unterschiedlichen Beratertypologien des Vereins und deren Anforderungen an den Workflow definiert werden. »Erst nach dieser grundlegenden Analyse machte es Sinn, neue Software-Lösungen zu entwickeln, die auch zukünftige Veränderungen in der Arbeit möglich machen«, so Bruns. kleiner und bold erarbeitete schließlich Wireframes als Vorgaben für ein neues Berater-Backend, das die Kommunikation mit den Ratsuchenden und den fachliche Austausch mit Kollegen einfacher, schneller und transparenter macht. Der Relaunch der Website www.jugendnotmail.de inklusive des neuen Backend wird im Frühjahr 2015 der Öffentlichkeit präsentiert.

Seit über zwanzig Jahren arbeitet kleiner und bold neben dem Tagesgeschäft pro bono für gemeinnützige Organisationen. Mit dem Wettbewerb »Brandstifter« hat die Agentur ihr soziales Engagement ausgebaut.

www.jugendnotmail.de

Kat:

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