Eine Stadt macht sich bereit

erstellt am 24. Juni 2014

Die Lutherstadt Wittenberg entwickelt eine Stadtmarke und setzt auf breite Involvierung der verschiedenen Akteure.

2017 ist das große Reformationsjubiläum: 500 Jahre Reformation, Luther und Thesenanschlag in Wittenberg. Das heißt für die Lutherstadt, in drei Jahren wird es eine große mediale Aufmerksamkeit geben. Hier eine nachhaltige Wirkung zu erreichen, hängt unter anderem auch von einem professionellen und konsistenten Auftritt ab.

Die Stadt vereint in sich Vielfältiges und teils auch Widersprüchliches: Historische Altstadt und Neubauviertel, Chemieunternehmen und Elbauenlandschaft, Weltkulturerbestätten und Schwimmbad treffen aufeinander. Am Anfang steht die Frage, wie es für eine Stadt möglich wird, einen gemeinsamen Auftritt zu erreichen, da der Bedeutungsgehalt der „Stadt“ für jeden Bürger variiert – angefangen von den bloßen Verwaltungs- und Versorgungsinstitutionen bis hin zum emotionalen Begriff für Heimat. Wenn weitere Zielgruppen wie Touristen und Unternehmen hinzukommen, wird es noch komplexer.

Bisher haben die Abteilungen, Institute und städtischen Gesellschaften allein agiert. Deswegen gibt es vier offizielle Logos und ebenso viele Websites der Stadt. Das ist unwirtschaftlich und irreführend.

Die Aufgabe seitens der Marketinggesellschaft der Stadt ist es, eine übergeordnete und gleichzeitig im gewissen Maße flexible Stadtidentität zu entwickeln. Denn bei allen Unterschieden macht die Gesamtheit erst das Wesen und Wesentliche einer Stadt aus. Die Bemühung war also keine Aufforderung zu Gleichschaltung: Gemeinsame Identität einerseits, aber andererseits sollte diese in Ihren Ausprägungen flexibel auf die Anforderungen der unterschiedlichen Akteuren und Zielgruppen eingehen.

Im ersten Schritt haben wir eine Online-Umfrage gestartet, die auf den bereits bereichsspezifischen erhobenen Studien der vergangenen Jahre basiert. Das war das erste breite Gesamtbild auf die Stadt. Die enthaltenen Aussagen und Perspektiven aus Verwaltung, Wirtschaft, Tourismus und Kultur wurden gebündelt abgefragt und im Soll/Ist-Vergleich bewertet. Die Ergebnisse wurden im gemeinsamen großen Kickoff-Workshop allen Akteuren präsentiert. In Arbeitsgruppen wurden anschließend die relevantesten Aspekte pro Zielgruppe zusammengetragen, priorisiert und in zwei weiteren Workshops verdichtet, validiert und letztlich auch verabschiedet.

Die neuen Markenwerte sind übergeordnet gültig. Sie fixieren Grundhaltungen die in Bildung, Wirtschaft und Kultur gleichermaßen zum Tragen kommen. Das Markenmodell kombiniert Aspekte der historischen Reformation mit der heutigen Einstellung.

Auf Basis dieser inhaltlichen Fixierung beginnt nun die Entwicklung eines einheitlichen Corporate Designs.

Kat:

B2B Markenaufbau in Europa und Asien

Im neuen "Yearbook of Market Entry Advisory" stellt Johannes Pauen vor, welchen Beitrag die Marke zum Aufstieg der DKSH unter die Top 20 Schweizer Unternehmen geleistet hat.

kleiner und bold gewinnt den Sto-Etat

Wir haben das Mandat für die Umsetzung der Markenstrategie von Sto nach Berlin geholt. In den kommenden zwei Jahren sollen die Markenstrategie weltweit implementiert und der kommunikative Markenauftritt neu ausgerichtet werden.

Kennen Sie Ihre Moments of Truth?

Wir analysieren Ihre Customer Journey und filtern die entscheidenen Kontaktpunkte und Qualitäten aus Kundensicht heraus. Das reduziert die Komplexität des Serviceangebotes und zeigt Ihnen den Investitionsfokus für die Zukunft.